Seniorenwegweiser Singen

5. Finanzielle Hilfen und Vergünstigungen 56 Tages- und Nachtpflege Zur Tages- oder Nachtpflege ist der Pflegebedürftige einmal oder mehrmals pro Woche in einer Pflegeein- richtung, entweder tagsüber oder nachts. Die Pflege wird durch professionelles Personal sichergestellt. Je nach Pflegegrad (PG 2 bis 5) werden Kosten der pflegerischen Versorgung bis zu einer bestimmten Höhe von der Pflegekasse übernommen. Die monat- lichen Höchstbeträge können Sie der Tabelle auf Sei- te 55 entnehmen. Pflegebedürftige in Pflegegrad 1 können den Entlas- tungsbetrag für die Tages- und/oder Nachtpflege ein- setzen. Kosten für Verpflegung und Fahrtkosten müs- sen privat getragen werden. Kurzzeitpflege Viele Pflegebedürftige sind nur für einen begrenzten Zeitraum auf vollstationäre Hilfe angewiesen, ins- besondere zur Bewältigung von Krisensituationen, Leistungen bei teil- und vollstationärer Pflege etwa nach einemKrankenhausaufenthalt. Die Pflege- versicherung übernimmt pflegebedingte Kosten der Kurzzeitpflege für längstens acht Wochen im Kalen- derjahr in Höhe von maximal 1.612 Euro. Dies gilt ab Pflegegrad 2. Pflegebedürftige in Pflegegrad 1 kön- nen den Entlastungsbetrag nutzen. Nicht verbrauchte Leistungen der Verhinderungspfle- ge (s. Seite 55) können vollständig für die Kurzzeit- pflege verwendet werden. Dadurch kann der Betrag für Kurzzeitpflege maximal verdoppelt werden. Vollstationäre Pflege Die Pflegeversicherung zahlt bei vollstationärer Pfle- ge pauschale Leistungen für die Pflege. Die monatli- chen Höchstbeträge in den jeweiligen Pflegegraden können Sie der Tabelle auf Seite 55 entnehmen. Die Leistungsbeträge reichen jedoch nicht aus, um die Kosten der pflegerischen Versorgung vollständig zu decken. Unabhängig vom Pflegegrad ist daher ein sogenannter „Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil“ zu entrichten. Der einheitliche pflegebedingte Eigen- anteil unterscheidet sich von Einrichtung zu Einrich- tung, sodass sich ein Vergleich lohnen kann. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung sowie even- tuell anfallende Investitionskosten muss der Pflege- bedürftige selbst tragen. Ausführliche Informationen und Beratung zu den Leistungen der Pflegeversicherung erhalten Sie auch im Seniorenbüro. Seniorenbüro / Pflegestützpunkt Außenstelle Singen DAS 2 | Julius-Bührer-Str. 2 78224 Singen Tel. (07731) 85-540 | Gabriele Glocker Tel. (07731) 85-560 | Anja Haaff Tel. (07731) 85-709 | Verena Zupan seniorenbuero@singen.de Übergangspflege für Personen ohne Pflegegrad Es gibt Fälle, in denen Menschen vorüber- gehend Pflege benötigen, ohne dass eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder aufgrund einer akuten schwerwiegenden Krankheit. Versicherte haben für bis zu vier Wochen An- spruch auf Grundpflege und hauswirt- schaftliche Versorgung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege sowie auf eine Haus- haltshilfe. Reichen diese Leistungen nicht aus, besteht Anspruch auf Aufnahme in einer Kurzzeit-Pflegeeinrichtung für maximal acht Wochen im Kalenderjahr. Hierfür übernimmt die Krankenkasse pflegebedingte Kosten in Höhe von bis zu 1.612 Euro im Kalenderjahr.

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc1MTQ=