Seniorenwegweiser Singen

1. Beratung und Information 20 Vollmachten und Verfügungen Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder andere Er- eignisse in eine Situation kommen, in der ein eigen- verantwortliches Handeln und sinnvolle Entschei- dungen nicht mehr möglich sind. Oftmals sind es auch die Beschwerden des Alters, die selbstverantwort- liches Handeln nicht mehr zulassen. Mit entsprechen- den Vollmachten und Verfügungen kann man aber Vorsorge treffen. Sollten Sie einmal in die zuvor beschriebene Lage kommen, brauchen Ihre Angehörigen oder ande- re Vertrauenspersonen eine Vorsorgevollmacht, um in Ihrem Namen tätig zu werden. Mit der Vorsor- gevollmacht sorgen Sie also für den Fall einer Hilfs- bedürftigkeit vor und vermeiden damit eine dann ge- gebenenfalls notwendige rechtliche Betreuung. Sie können mit einer Vorsorgevollmacht einer von Ihnen selbst ausgewählten Vertrauensperson für die von Ihnen festgelegten Bereiche des täglichen Lebens, z.B. die Wohnsituation, die ärztliche Versorgung oder auch Vermögensangelegenheiten Vertretungsvoll- macht erteilen. Die Vollmacht kann sich auch auf alle Lebensbereiche erstrecken. Sobald Sie die Vollmacht unterzeichnet haben, ist diese gültig und kann von dem Vollmachtnehmer genutzt werden, es sei denn, Sie haben Einschränkungen verfügt. Die Vorsorgevollmacht Die Betreuungsverfügung Sollten Sie niemanden kennen, dem Sie eine Voll- macht erteilen können oder gute Gründe haben, eine gerichtliche Kontrolle vorzuziehen, dann verfassen Sie eine Betreuungsverfügung. Damit können Sie Vorsorge für den Fall einer ein- tretenden Betreuungsbedürftigkeit treffen. Mit ihr nehmen Sie Einfluss auf die Auswahl des Betreuers und die Führung der Betreuung. Das Gericht ist ver- pflichtet, Ihren Wunsch zu beachten. Nehmen Sie in die Betreuungsverfügung alles auf, was von einem eventuell zukünftig bestellten Betreuer beachtet

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